CDU Spitzenkandidat Benedikt Dorn antwortete auf die Fragen von HZ-Redakteur Jürgen Kunert- hier die Antworten nochmal im Detail:

Fragen von HZ-Redaktuer Jürgen Kunert, Antworten Benedikt Dorn.

Finanzen: Wie sieht Ihre Strategie für die kommunale Finanzlage aus? Welche Investitionen halten Sie für unabdingbar? Wo sollen gespart werden, wo Einnahmen erhöht werden?

Nachhaltiges wirtschaften ist eine kommunale Daueraufgabe. Die CDU wird weiter daran arbeiten, für Hochheim wichtige Ziele zu definieren und diese nachhaltig zu verfolgen. Jedoch kann nur eine fraktionsübergreifende Anstrengung aller parlamentsangehörigen Parteien sein, die CDU sieht sich als Impulsgeber. In der neuen Legislaturperiode soll wieder eine Arbeitsgruppe eingesetzt werden, die sich mit der Konsolidierung des städtischen Haushalts beschäftigt. Die Hoheit soll im Parlament liegen. Solide Finanzierung ist die Grundlage unternehmerischen Handelns. Sich dabei ausschließlich auf eine Finanzierung aus dem kommunalen Haushalt zu beschränken, greift jedoch zu kurz und schränkt den Handlungsspielraum ein. Fördermöglichkeiten sind für Investitionen auszuschöpfen. Keine Investition bedeutet Stillstand! Nicht nur zwingend notwendige, sondern auch perspektivische Investitionen müssen beschlossen werden. Die CDU will auch durch die Stadtentwicklungskonzepte sicherstellen, dass die Haupteinnahmequellen, die Gewerbe- und Einkommenssteuer weiter zu steigen.

 

Wohnen: Welchen Stellenwert nimmt das Thema für Ihre Partei ein und was wollen Sie in dieser Hinsicht in den nächsten Jahren erreichen?

Die Entwicklung im Baugebiet „Schänzchen III“ zeigt, Hochheim ist ein begehrter, attraktiver Wohnstandort in der Metropolregion FrankfurtRheinMain. In Hochheim besteht Bedarf an Geschosswohnungsbau (mit und ohne Sozialbindung),  an Eigentumswohnungen, Reihen-, Doppel- und Einzelhäusern. Diesem Bedarf müssen im Bebauungsplanverfahren Strukturen festgeschrieben werden. In Verbindung mit den zuletzt realisierten Bebauungsplänen ist unstrittig, dass die Interessen aller sozialen Schichten und Familien berücksichtigt werden müssen. In letzter Zeit wird verstärkt ein Wohnraumversorgungskonzept gefordert, dieses Konzept läuft völlig leer, wenn nicht vorlaufend die Ausweisung geeigneter Flächen betrieben wird. Wir denken an das Schätzchen IV, östliche Gemarkung zwischen HvB/Neuem Friedhof und Rheingaubogen. Der soziale Wohnungsbau soll weiter gefördert werden, mit vorhandenen Wissen in der Hochheimer Wohnungsbaugesellschaft werden wir auch zukünftig eigene Projekte verwirklichen können, was wir mit Nachdruck unterstützen.

Kinderbetreuung: Besteht in Hochheim noch Handlungsbedarf? Wie soll sie weiterentwickelt werden?

Derzeit ist der Bedarf an KiTa-Plätzen hoch, wir haben die Entscheidungen im TetraPak Gebäude eine Kindertagesstätte kurzfristig zu eröffnen sofort mitgetragen und unterstützen die geplante Einrichtung im Schänzchen III. Mit diesen Einrichtungen und denen in der Melibokusstraße und am Rheingaubogen können wir den derzeitigen Bedarf abdecken. Wir sollten dem Thema Betreuungsplätze nicht erneut hinterherlaufen, sondern rechtzeitig entsprechende Aktivitäten entwickeln. Die CDU hat sich vor allen anderen Fraktionen für ein zentrales Anmeldesystem eingesetzt, um die Bedarfe rechtzeitig erkennen zu können und entsprechend frühzeitig zu handeln.

Wir wollen auch in Zukunft ein bedarfsgerechtes und hochwertiges Angebot in der Kinderbetreuung gewährleisten. Die CDU setzt sich dafür ein, dass alle Betreuungseinrichtungen in städtischer, kirchlicher und privater Trägerschaft auf modernem Stand gehalten und notwendige Investitionen vorgenommen werden. Wir wollen in die bauliche Infrastruktur  investieren, um so die Voraussetzungen für eine gute pädagogische Arbeit zu schaffen.

Verkehr: Wo soll sich in Hochheim die Verkehrssituation verändern? Was wünscht sich Ihre Partei für den öffentlichen Nahverkehr?

Hochheim in mitten des Rhein-Main-Gebiets ist mit den umliegenden Großstädten gut vernetzt. Dies muss verkehrstechnisch ebenso wie die innerörtliche Anbindung verbessert werden. Die Wallauer Spange, die wir schon seit Jahren fordern, bringt Entspannung. Wir wollen eine gute Anbindung Hochheims und Massenheims an alle Verkehrsträger. Dazu gehören Straßen, Parkplätze, Radwege und ein leistungsfähiger ÖPNV bspw. mit einem Bürgerbus. Mit dem neuen Haltebahnhof in Wallau wird sich das Verkehrsaufkommen, vor allen durch Massenheim enorm erhöhen. Wir fordern Verkehrsreduzierung auf Wickerer Straße/Wallauer Straße durch eine Ortsumgehung. In Hochheim selbst müssen wir schauen, dass wir den innerörtlichen Verkehr reduziert und dass alternative Verkehrsmittel genutzt werden. Hochheim ist nicht für seine Fahrradfreundlichkeit bekannt. Wir wollen das verbessern und ausbauen. Wir werden uns weiterhin für Verbesserungen am Hochheimer Bahnhof einsetzen. Verkehrssicherheit ist für uns wichtig. Unter dem Motto Kurze-Beine-Sichere-Wege wurde auf Antrag der CDU Fraktion ein Schulwegeplan eingefordert.

Außerdem sollen in einem weiteren Artikel die Spitzenkandidaten zu Wort kommen, was aus ihrer Sicht das Top-Anliegen Ihrer Partei für die anstehende Wahl ist. Hier besteht auch Gelegenheit, Themen anzusprechen, die von den Punkten 1 bis 4 nicht abgedeckt sind. 

Die aktuelle Situation ist außergewöhnlich. Die Covid-19 Pandemie wird uns noch lange  beschäftigen. Wir haben Einschnitte im persönlichen Umfeld aber auch für unsere Stadt. Diese besondere Herausforderung gilt es zu bewältigen. Mit dem #team21hochheim haben wir uns viele Projekte vorgenommen: Unsere liebenswerte Stadt gemeinsam nach vorne und frischen Schwung in die Politik zu bringen. Hochheim und Massenheim muss in den nächsten fünf Jahren aktiv und positiv und zeitgemäß weiterentwickelt werden. Bei Freizeitangeboten haben wir nicht nur kleine Kinder, sondern insbes. auch Jugendlichen im Blick. Genannt sei der Neubau des Jungendhauses oder des DRK-Hauses. Unser erklärtes Ziel, ist es, die Ideen des jungen Teams von A bis Z umzusetzen. Daran wollen wir uns messen lassen.

Scroll to Top