Die CDU-Fraktion hat sich in mehreren Sitzungen mit
dem Thema Mülldeponie beschäftigt. Dabei hat sich
die Fraktion immer gegen eine Deponie auf der
Deponie (DaD) ausgesprochen. „An diesen
Beschlüssen halten wir fest“, so der CDU-
Fraktionsvorsitzende Adam Bösz.
„Für die CDU-Fraktion aber auch für den CDU-
Stadtverband gibt es gute Gründe die Einlagerung von
Müll auf der Deponie Wicker jetzt zu beenden“,
ergänzt der Stadtverbandsvorsitzende Benedikt Dorn,
„wir stehen in diesem Thema in engem Kontakt mit
den Parteikollegen aus Flörsheim. Bei einer
Entscheidung mit solcher Tragweite für die beiden
Gemeinden Hochheim (mit Massenheim) und
Flörsheim (mit Wicker) halten wir über die
Stadtgrenzen hinaus zusammen. Bereits 1997 wurde
uns zugesagt, dass die Hausmülldeponie in die
Nachsorgephase übergeht. Zweimal wurde von der
Politik und der Gesellschaft den örtlichen
Kommunalpolitkern auf Grund von Müllnotstand und
Mangel an Deponieflächen die Ablagerung verlängert,
bis zum heutigen Tag. Allenfalls könnten wir uns
vorstellen, das Tal noch zu verfüllen. Dann sollte aber
Schluss sein, „so Dorn.
Nun liegt es in erster Linie am Main-Taunus-Kreis und
am Hochtaunus-Kreis, die sich beide der Deponie
bedienen, möglichst zeitnah und belastbar
Alternativen vorzuschlagen. Eines dieser Alternative
wäre möglicherweise Wiesbaden. Wie wirtschaftlich
diese oder andere Alternativen sich gestalten, sollte
auf Kreisebene eruiert und vorgestellt werden.
Ein wichtiger Aspekt sollte bei aller Diskussion jedoch
nicht außer Acht gelassen: die Frage der Nachsorgen
insbesondere hinsichtlich der
Grundwasserproblematik. Auch zu diesem Thema

werden wir den Main-Taunus-Kreis bitten uns
hinreichend über mögliche Lösungsansätze zu
informieren.
Die von der RMD gewünschte Deponie auf der
Deponie bedeutet einer Erhöhung von mindestens 20
mtr, oder gar 32,5 mtr. Dies wäre ein absoluter Frevel
an der Natur und Umwelt und kann und wird von der
CDU nicht unterstützt werden.
Es entsteht auch der Eindruck, dass mit der „Deponie
auf der Deponie“ über das finanzielle Desaster der
RMD hinweg getäuscht werden soll und eine weitere
vermeintliche wirtschaftliche Tragbarkeit wird
vorgerechnet. So mag es aus Sicht der RMD
vertretbar sein eine Deponie auf der Deponie zu
befürworten.
Aus unserer Sicht verschönt die von der RMD
aufgestellte Kalkulation die Ist-Lage. Mit anderen
Worten rechnet sich die RMD das Ganze schön. Die
Wunschberechnung ist in Zweifel zu ziehen. Hinzu
kommt, dass es an der Nachsorge fehlt.
Daher müssen Alternativen geprüft und ausgelotet
werden.
Im Grundtenor sind wir uns aber einig. Eine DaD ist
nicht denkbar – Eine Deponie auf der Deponie geht
nicht mit uns schließen Bösz und Dorn ihr Statament.

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