Von 1974 bis 1984 war der Christdemokrat Gottfried Gensch Chef der Verwaltung in Hochheim. Anfang Januar ist der Jurist und einstige Verwaltungsrichter im Alter von 84 Jahren gestorben.

Die traurige Nachricht erreichte Karsamstag Franz Josef Preis, der den CDU Stadtverband informierte.

Preis und Gensch standen auch lange nach der aktiven Zeit von Gensch in Hochheim in Kontakt. Während seiner Zeit als Hochheimer Bürgermeister war Preis seinerzeit Mitglied des Magistrats und stand dem damals mit 37 Jahren noch recht jungen und örtlich unerfahrenen Gensch zur Hilfe.

Der 45 Jahre alte Techniker und Betriebsleiter Preis konnte auf ein breites Wissensspektrum aus 2 Jahren Stadtverordnetenversammlung und 14 Jahren Magistrat zurückgreifen.

Im Wahlkampf 1974 war es ein Hauptziel der CDU, gemeinsam mit Gottfried Gensch, die Pläne zum Abriss der historischen Altstadt zu verhindern. Die CDU wollte eine behutsame altstadtgerechte Erneuerung des Stadtbildes. Der damalige Bürgermeister Gensch und die ehrenamtlichen Stadtverordneten waren sich einig, für die Erhaltung der Altstadt einzutreten.

Unter Gensch erfolgte auch der Umzug vom „Alten Rathaus“ in das stillgelegte St. Elisabeth Krankenhaus, das wegen fehlender staatlicher Mittel stillgelegt werden musste und so von der Stadt angekauft werden konnte. Bis heute ist das ehemalige Rathaus Sitz der Stadtverwaltung.

In den damaligen Neubaugebieten wurden Umplanungen vorgenommen und der soziale Wohnungsbau wurde mit hohen Summen gefördert. Aber auch für Massenheim setzte sich Gensch ein, Massenheim wurde in das Dorferneuerungsprogramm mit aufgenommen.

„Keine Frage“, so der CDU Stadtverbandsvorsitzender Benedikt Dorn: „Gottfried Gensch hat in und mit Hochheim Stadtgeschichte mitgeschrieben. Gerade mit seinen Bemühungen um die Erhaltung der Altstadt, hat er das Stadtbild geprägt, so wie wir es kennen, einfach vorbildlich. Wir sind in Gedanken bei seiner Familie.“

Nach einer Zeit als Bürgermeister wechselte Gensch als Stadtdirektor nach Laatzen bei Hannover. Gottfried Gensch verstarb am 03.01.2020 in Weimar, wo er zuletzt auch lebte.

 

Auf dem Foto, anlässlich der Verleihung des Bundesverdienstkreuzes Franz Josef Preis und Vater, Bernd Kosel, Karl Hafer, Josef Velten und Landrat Bernward Löwenberg

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